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Inhaltsverzeichnis
GPIO Projekte
Ein Raspberry Pi kann LEDs, Sensoren, Taster oder Displays direkt über seine GPIO-Pins ansteuern. Diese Pins sind jedoch empfindlich, da sie direkt mit dem Prozessor verbunden sind. Deshalb muss beim Aufbau der Hardware sorgfältig gearbeitet werden: richtige Spannungen verwenden, Bauteile korrekt anschließen und Änderungen nur im ausgeschalteten Zustand vornehmen. Ziel ist es, einfache Schaltungen sicher aufzubauen und die Grundlagen für spätere Projekte mit Elektronik zu erlernen.
Überblick
- Hardware ansteuern
- Programmstruktur anlegen
- Projekt: LED mit Python
- Projekt: Temperatursensor mit Python
Details
Hardware ansteuern
Ein Raspberry Pi kann LEDs, Sensoren, Taster oder Displays direkt über seine GPIO-Pins ansteuern. Diese Pins sind jedoch empfindlich, da sie direkt mit dem Prozessor verbunden sind. Deshalb muss beim Aufbau der Hardware sorgfältig gearbeitet werden: richtige Spannungen verwenden, Bauteile korrekt anschließen und Änderungen nur im ausgeschalteten Zustand vornehmen. Ziel ist es, einfache Schaltungen sicher aufzubauen und die Grundlagen für spätere Projekte mit Elektronik zu erlernen.
Anfänger sollten sehr vorsichtig sein! Tatsächlich ist ein Arduino für erste Experimente (wegen des geringeren Preises) häufig die bessere Wahl.
Bitte alle Anweisungen beachten und im Zweifel den Tutor fragen.
Gerade Anfängern passiert es leider immer wieder, dass sie versehentlich genau das Falsche tun.
- Hardware-Anpassungen nicht durchführen, während der Raspberry Pi mit Strom versorgt ist.
- Vor der Inbetriebnahme die Hardware vom Tutor kontrollieren lassen.
- Niemals GPIO-Pins direkt mit 5 V verbinden.
- Keine Kurzschlüsse zwischen Pins verursachen (also keine zwei Pins direkt mit einem Kabel verbinden).
Beim Raspberry Pi gelten für die GPIO-Pins grob folgende elektrische Grenzen:
- max. ca. 16 mA pro GPIO-Pin
- max. ca. 50 mA insgesamt über alle GPIOs zusammen
Programmstruktur anlegen
Programmstruktur
Folgende Programmstruktur wird verwendet.
gpio_led– Projektordner im Verzeichnis~/develgpio_env– Python-Environmentsrc– Ordner für den Quellcode (engl. source)core– Unterordner insrc
gpio_led/
├── gpio_env
└── src
├── core
│ ├── gpio_hw.py
│ ├── logic.py
│ └── __init__.py
└── ledcontrol.py
Lege alle Verzeichnisse so an, wie oben dargestellt.
Alle Dateien – bis auf __init__.py – kommen später dazu.
Die __init__.py muss lediglich vorhanden sein, damit Python dieses Verzeichnis als Modulverzeichnis erkennt. Dies kann mit dem folgenden Befehl erledigt werden:
touch __init__.py
Pakete & Bibliotheken installieren
Systemweit GPIO-Unterstützung über apt zur Verfügung stellen:
sudo apt install python3-rpi.gpio
Jetzt die ENV aktivieren und RPi.GPIO installieren:
source ~/devel/gpio_led/gpio_env/bin/activate pip install RPi.GPIO
Projekt: LED mit Python
Hardware
Quellcode (Sourcecode)
Der Sourcecode besteht aus drei Dateien: das eigentliche Programm ledcontrol.py sowie die Dateien im Hintergrund (im Verzeichnis core), die für die Programmlogik und die Hardware-Ansteuerung benötigt werden. Im Kurs wird das Programm ausführlich erklärt. Diese Dateien enthalten noch keinen Header – dies sollte geändert werden.
gpio_hw.py
- gpio_hw.py
import RPi.GPIO as GPIO PIN = 17 GPIO.setmode(GPIO.BCM) GPIO.setup(PIN, GPIO.OUT) def on(): GPIO.output(PIN, GPIO.HIGH) def off(): GPIO.output(PIN, GPIO.LOW) def status(): return GPIO.input(PIN) def cleanup(): GPIO.cleanup()
logic.py
- logic.py
from core import gpio_hw def turn_on(): gpio_hw.on() return "on" def turn_off(): gpio_hw.off() return "off" def get_status(): return "on" if gpio_hw.status() else "off"
ledcontrol.py
- ledcontrol.py
#!/usr/bin/env python3 from core import logic from core import gpio_hw def main(): print("GPIO CLI gestartet (CTRL+C beendet)") try: while True: cmd = input("on / off / status > ").strip() if cmd == "on": print(logic.turn_on()) elif cmd == "off": print(logic.turn_off()) elif cmd == "status": print(logic.get_status()) except KeyboardInterrupt: pass finally: gpio_hw.cleanup() if __name__ == "__main__": main()



